Der Tierschutz braucht eine bundesweite Katzenschutzverordung

Diese Geschichte zeigt einmal mehr, wie unglaublich wichtig Kastrationen sind.
Am 26.08. wurde uns die kleine Katzenfamilie im Rahmen einer Kastrationsanfrage von der Oma am Hof übereignet. Mama Lisa saß gemeinsam mit ihren drei kleinen Mädchen in einem Karton – so eng, dass sie sich nicht einmal richtig hinlegen konnte, um ihre Babys zu säugen. Und leider ist diese kleine Familie kein Einzelfall. Auf dem Hof leben noch etwa zehn weitere Katzen, die viel zu wenig versorgt werden. Und weil dort immer wieder Katzen nicht kastriert werden, entstehen ständig neue Babykitten, die anschließend einfach verschenkt werden – nur weil man sich gegen eine Kastration entscheidet. Da wir im Tierheim zu diesem Zeitpunkt nur ein Katzenschnupfenzimmer frei hatten und wir die kleine Familie dort natürlich nicht unterbringen wollten, durfte sie zu einer unserer Mitarbeiterinnen auf eine Pflegestelle ziehen. Und dort blüht Lisa richtig auf. Lisa ist eine ganz besonders liebe, dankbare und verschmuste Katzenmama. Sie genießt es sichtlich, regelmäßig Futter zu bekommen, in Ruhe zu schlafen und sich ganz ihren drei kleinen Mädchen widmen zu können. Sie darf ihre Babys säugen, erziehen und einfach eine Mama sein. Auch die drei Kleinen entwickeln sich prächtig. Die erste Entwurmung haben sie bereits hinter sich. Ende September steht die erste Impfung an – danach dürfen die kleinen Mädchen in ein liebevolles Zuhause ziehen. Und auch für Mama Lisa soll es natürlich weitergehen: Sie wird noch kastriert und sucht anschließend ein schönes Zuhause, in dem sie nach einer entsprechenden Eingewöhnungszeit wieder Freigang genießen darf. Selbstverständlich werden unsere Katzen bei der Vermittlung geimpft, gechippt und entwurmt. Mama Lisa wird zusätzlich kastriert.
Aus einer einzigen unkastrierten Katze können innerhalb kürzester Zeit sehr viele Katzen werden. Viel zu viele Tiere landen schließlich auf der Straße, werden krank, verhungern oder kommen in überfüllte Tierheime. Katzen einfach immer wieder Babys bekommen zu lassen und die Kitten anschließend zu verschenken, ist keine Lösung. Es verhindert nicht das Leid – es produziert immer neues. Wir brauchen deshalb dringend eine bundesweite Katzenschutzverordnung mit verpflichtender Kastration, Kennzeichnung und Registrierung von Freigängerkatzen. Nur so können wir das Katzenelend langfristig eindämmen. Für Lisa und ihre drei kleinen Mädchen ist es zum Glück anders gekommen:
Alle vier sind jetzt in Sicherheit, geborgen und gut versorgt. Und Mama Lisa zeigt uns jeden Tag, wie dankbar eine gerettete Katze sein kann.
#KastrationIstTierschutz #Katzenschutzverordnung #BundesweiteKatzenschutzverordnung #Tierschutz #Katzenschutz #Tierheim #Fundkatzen #Katzenrettung #Kastration #ChippenUndRegistrieren #Tierschutzverein



